„Ohne das Wissen um eine richtige Ernährung ist es kaum möglich,
 sich einer guten Gesundheit zu erfreuen.“

 chinesische Weisheit

Ernährungsberatung nach den Fünf Elementen

Die chinesische Ernährungstherapie basiert wie die Akupunktur, das Qi Gong, die Kräutertherapie oder die chin. Heilmassage auf den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Die chinesische Diätetik ist nicht nur Ernährungskonzept, sondern Lebensweisheit im Sinne von „Lebenspflege“ (griech. diaita =Lebenspflege, Lebensweise).

Ernährung nach den Fünf Elementen zielt darauf ab, Nahrungsmittel so einzusetzen, dass aus ihr eine optimale Energieversorgung hervorgehen kann. Nach Auffassung der Chinesen kommen 70 % der regenerierbaren Energie aus der Nahrung (25 % aus der Atmung, 5 % ererbt). Nahrung bildet also den Hauptanteil der wiederherstellbaren Energie. Mit einem entsprechend der chinesischen Syndromdiagnose erarbeiteten Ernährungsplan können Schwäche- und Mangelzustände behoben werden, Qi-Regulationen unterstützt und Körperflüssigkeiten wieder aufgebaut werden. Zusätzlich kann man „schlechte“ Flüssigkeiten und Schlacken (die Chinesen sagen „Schleim“) ausleiten und damit den Körper verbessert befähigen, das durch die Nahrung aufgenommene Qi zu verwerten und somit für die optimale Versorgung der Zellen Energie zur Verfügung zu stellen.

Kriterien, nach denen Nahrungsmittel eingeteilt und für den Körper nutzbar gemacht werden können, sind Geschmack, thermische Qualität, Richtung der Energiebewegung und Beziehung innerhalb der fünf Wandlungsphasen. So gehört beispielsweise die Kartoffel zum sog. Erd-Element, ist vom Geschmack her süß und vom thermischen Verhalten neutral. Dagegen gehört die Banane zwar auch als süßes Nahrungsmittel zum Erd-Element und wird damit dem Funktionskreis Magen/Milz zugeordnet, ist aber kalt und verschleimt bei übermäßigem Verzehr. Ingwer dagegen ist heiß, scharf und gehört zum Metall-Element. Durch die entsprechenden Zuordnungen ist es möglich, recht individuell Ernährungsempfehlungen entsprechend den energetischen Schwächen und Stärken eines Menschen auszusprechen. So kann man über die Ernährung Qi (Lebenskraft), Blut, Körperflüssigkeiten, Essenz, Yin und Yang und die fünf Elemente in ein harmonisches Miteinander führen und so helfen, Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen.

In der Sprechstunde werden zunächst die Ernährungsgewohnheiten und Beschwerden bzw. Krankheiten des Patienten erfragt. Die zusätzliche Zungen- und Pulsdiagnose ermöglicht mir einen Eindruck der energetischen Beschaffenheit der einzelnen Organe bzw. Funktionskreise. Zusammen mit dem Patienten wird besprochen, was an Veränderungen in der Ernährung sinnvoll, möglich und umsetzbar ist. Eine Auflistung empfohlener und eher zu meidender Nahrungsmittel wird dem Patienten mitgegeben.
Die Ernährungstherapie unterstützt alle anderen therapeutischen Verfahren und sollte ergänzend eingesetzt werden.

Indikation/Wirkbereiche
  • Prävention Organ-Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • funktionelle Störungen
  • chronische Mangelzustände
  • „Schleim-Retention“
Sichtbare Resultate einer Ernährungstherapie benötigen Zeit. Dies erfordert etwas Geduld und Bereitschaft des Patienten zur Mitarbeit. Die Ernährung nach den Fünf Elementen bezieht die meisten unserer „westlichen“ Nahrungsmittel mit ein, so dass eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten häufig nur eine andere Gewichtung innerhalb des eigenen Nahrungsspektrums mit sich bringt. Essen soll Freude bereiten und nicht zum Stressfaktor werden.