
„Der wichtigste Grund für die tägliche Übung ist, dass dir,
wenn du endlich zu einer gewissen Einsicht gelangt bist
und verstehst, worum es im Leben geht,
noch etwas Gesundheit geblieben ist, um es zu genießen.“
chinesische Weisheit
Medizinisches Qigong
Qi Gong ist eine ganzheitliche Bewegungs- und Meditationstherapie und gehört zu den Behandlungsformen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie dient ganz allgemein der Vorbeugung von Krankheiten. Das Medizinische Qigong dagegen hat nicht nur gesundheitserhaltende oder –fördernde Eigenschaften, sondern wird ganz gezielt gemäß der theoretischen Grundlagen der TCM und einer exakten Diagnose bei manifesten Erkrankungen eingesetzt. Allgemein kann man sagen, es verstärkt die Körperenergie, stimuliert die Organe direkt oder über die Meridiane, stärkt das Immunsystem, fördert die Verdauung, entgiftet, balanciert, leitet aus, führt positive Energie zu, versorgt den Körper mit mehr Sauerstoff, beruhigt, „öffnet das Herz“ und erweitert das Bewusstsein.
Durch spezielle Körperhaltungen, Bewegungen, Atemtechnik, Konzentration und Vorstellungskraft wird die Qualität und Quantität des zirkulierenden Qi (Lebenskraft) verbessert und gestärkt, Blockaden beseitigt, Organe in ausgewogener Weise mit Energie und Blut (und damit mit Sauerstoff) versorgt und die Selbstheilungskräfte unterstützt.
Dadurch verbessern sich die Körperfunktionen, der Geist beruhigt sich, die Konstitution wird gestärkt und die Abwehrfähigkeit kann gesteigert werden.
Es gibt insgesamt über 60.000 verschiedene Übungsformen, die ich natürlich nicht alle beherrsche. Spezialisiert habe ich mich auf das GuoLin-Qigong, einer speziellen Übung für Krebserkrankungen, auf das Duft-Qigong, von dem man sagt, es könne 365 Krankheiten heilen und einige andere Übungen, die insbesondere der Stärkung des Verdauungssystems dienen.
Das Medizinische Qigong wird häufig nach einer Akupunktur oder Meridianregulation eingesetzt, um die positiven Wirkungen dieser Behandlungsarten zu verstärken und zu erhalten. Somit wird der Patient in die Lage versetzt, eigenverantwortlich an seiner Gesundung weiterzuarbeiten und das Erreichte zu konsolidieren.
Therapeutisch jeweils passende medizinische Qigong-Übungen werden in das Gesamtbehandlungskonzept eines Patienten integriert und bei Bedarf einzeln oder in Gruppen gelehrt und geübt.
Indikation/Wirkbereiche
- allgemeine Vorbeugung/Gesundheitserhaltung
- chronische Schmerzzustände
- Regulation gestörter Funktionen
- Allergien, Immunstörungen
- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
- Psychische und psychosomatische Erkrankungen
- Anspannungszustände wie z.B. vegetative Dystonie
- Broncho-pulmonale Erkrankungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Magen-Darm-Erkrankungen
- Urologische Erkrankungen
- Gynäkologische Erkrankungen
- HNO-Erkrankungen
- Hauterkrankungen
- Krebserkrankungen
Nebenwirkungen
- Keine bei Berücksichtigung der Prinzipien
- manchmal treten Erstverschlimmerungen auf, die aber relativ schnell wieder abklingen
- vermehrte Ausscheidungen als Zeichen der Entgiftung (Schweiß, Stuhl, Urin, …)
Voraussetzung für den Erfolg der Übungen
- Regelmäßiges Üben, Ausdauer und Geduld,
- genügend Zeit, um die Übung in Ruhe ausführen zu können.
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